Aktuelles

15.09.2018: Firnwudh, der Sohn der Dilja und des Njørdurs hat das vikingrkapplot 2018 gewonnen.

18.07.2018: Wieder einmal weht das Griprfjaller Banner auf dem Marktplatz von Ripa, Danmark.

09.12.2017: Fotos 2017 online gestellt inkl. vom vikingrkapplot 2017.

 

Ragnarr Loðbrók

Ragnarr Loðbrók (*?; †845) war ein legendärer dänischer und schwedischer König aus dem Geschlecht der Ynglinger. Er kommt als Held in der Isländersaga vor und ist der Vater der späteren Anführer des Grossen Heeres. Effektiv gesicherte historische Daten über ihn gibt es kaum. Er überfiel 845 mit 120 Schiffen Paris. Karl der Kahle stellte sich ihm entgegen, teilte aber sein Heer auf beide Seiten der Loire auf, was sich als taktischer Fehler herausstellte. Ragnar griff zuerst das kleinere Heer an und liess auf einer Insel 111 fränkische Gefangene im Angesichts des zweiten Frankenheeres erhängen. Die Kampfmoral seiner Gegner war erschüttert und sie gaben ihren Widerstand auf. Ragnar setzte seinen Heereszug gen Paris fort und plünderte die Stadt am Ostersonntag des Jahres 845. Karl der Kahle zahlte ihm schliesslich 7000 Pfund Silber, damit er das Land ohne weitere Kämpfe verliess. Dies war die erste überlieferte Zahlung von "Danegeld" (Bezeichnung im angelsäsischen Raum).  Ragnar Loðbrók starb jedoch im selben Jahr.
Gemäss den verschiedenen Geschichtswerken, welche sich mit ihm beschäftigen, war er mehrfach verheiratet (Lathgertha, Thora, Suanlogha, Aslaug).

Sein Beiname Loðbrók wird unterschiedlich gedeutet. Einerseits als Bezug zu seiner Kleidung "die Lodenhose", welche er beim Kampf gegen den Lindwurm, bzw. zwei Schlangen in der Ragnars saga lodbrokar und in der Saxo Grammaticus trägt, um sich vor giftigen Bissen zu schützen. Andererseits verweisst der Forscher Rory McTurk auf den Fluss namens Ludbrook im heutigen Devonshire. Der Name des Flusses soll sich von "loathed brook" ableiten, woher angeblich ein verhasstes Wikingergeschlecht seinen Ursprung hatte. Der Forscher Paul Herrmann erwähnt die Möglichkeit einer Verbindung zum altenglischen Wort "leódbroga" mit der Bedeutung "Leuteschreck".

Seine Gestalt kommt in folgenden Sagen und Geschichtswerken vor:

  • der isländischen Ragnars saga lodbrokar
  • die Krákumál
  • die Saxo Grammaticus Buch IX der Gesta Danorum
  • die Völsunga-Saga
  • die Ragnarssóna þáttr
  • die Geschichte von Regnfred und Kragelil
  • die Geschichte von Karl und Kragelil
  • Ragnars kvaedi

Seine Söhne sind

  • Halfdan Ragnarsson (*?; †877)
    Anführer des Grossen Heers und König von Jorvik
  • Ubba Ragnarsson (*?; †878)
    Anführer des Grossen Heeres
  • Ivar Ragnarsson (*794; †872 oder 873)
    Anführer des Grossen Heeres
  • Sigurd Orm-i-auga Ragnarsson
  • Björn Járnsiða Ragnarsson
    Dänenfürst, welcher vergeblich Sevilla 844 angreift.
  • Rathbarth Ragnarsson
  • Dunyat Ragnarssson
  • Angar Ragnarsson
  • Regnald Ragnarsson
  • Eirik Vindhatt Ragnarsson
  • Fridleiv Ragnarsson

Völva - Gyðjas - Seiðkona

Völva

Die Völva ist eine Seherin und Zukunftswissende. Völva bedeutet Stabträgerin. Sie beherrscht die Weissagung - spá - mit grosser Macht.

 

Spákona (mz.: spákonur)

Die Spákona ist eine kleine Seherin. Sie beherrscht wie die Völva die Weissagung - spá, nur in kleinerem Masse.

 

Gyðjas - Goði

Die Gyðja und der Goði sind Priester der Götter und für die Rituale und Tempel zuständig.

 

Seiðkona (mz.: seiðkonur)- Seiðmaðr

Die Seiðkona und der Seiðmaðr beherrschen die Magie und Hexenkunst - seiðr. Neben der Seiðr-Magie gibt es die Galðr-Magie. Unklar ist, ob unter der Seiðr-Magie schädliche und mit der Galðr-Magie nützliche/schützende Magie verstanden wird. In der Völuspa wird die Seiðkona Heiðr als Magiebeherrschende beschrieben, welche die Klugen und Torren beherrscht. Verehrt werde sie von üblen Frauen. Inwiefern dies aber bereits christlich geprägt und verfälscht ist, ist unklar. Aber auch Oðinn verwendet Seiðr-Magie gegen Rindr gemäss dem Skalden Kormákr Ögmundarson: "seið Yggr til Rindar" (Yggr (Oðinn) Seidhr gegen Rindr anwandte).

 

Galðrkona (mz.: Galðrkonur) - Galðrmaðr

Die Galðr-Magie wird als Zaubergesang übersetzt und in Stabreimform als Galðralag bezeichnet. Der zweite Merseburger Zauberspruch - ein Heilgesang für ein Pferd- kann als Galðr-Magie verstanden werden. Die Magieform wird ebenfalls Oðinn zugesprochen. Belege für die Bezeichnung Galðrkona und Galðrmaðr sind, soweit uns bekannt, nicht vorhanden. Sie wären die logischen Ableitungen der Seiðkona und dem Seiðmaðr.

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